Die Löwen kommen einfach nicht in die Erfolgsspur. Gegen den 1. FC Kaiserslautern gab es beim 0:1 die zweite Heimniederlage der Saison. Den Goldenen Treffer für die Pfälzer erzielte Erik Jendrisek in der 32. Minute. Zuvor wurde ein regulärer Treffer der Weiß-Blauen durch den Schiedsrichter nicht anerkannt.Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Ewald Lienen auf Daniel Bierofka (Reha nach Bandscheiben-OP), Alexander Ludwig (Hüftverletzung), Florin Lovin (Kreuzbandriss) und Ardijan Djokaj (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Florian Jungwirth, Kushtrim Lushtaku und Manuel Schäffler spielten am Tag zuvor bei der 0:2-Niederlage der Löwenreserve beim Karlsruher SC II.
Spielverlauf: Die Löwen begannen stark und hatten die ersten beiden Chancen des Spiels. Mit einem weiten Abschlag leitete Löwen-Keeper Gabor Kiraly in der 9. Minute einen vielversprechenden Angriff ein. Bastian Schulz hatte den Ball unterschätzt, so dass Sandro Kaiser alleine aufs Tor lief, FCK-Keeper Tobias Sippel kam aus seinem Strafraum geeilt, konnte gerade noch mit dem Fuß vor dem Löwen-Spieler klären. Acht Minuten später lag der Ball sogar im Lauterer Netz. Antonio Rukavina hatte auf der rechten Seite einen weiten Pass in die Spitze gespielt, Rodnei und Martin Amedick verpassten gegen Peniel Mlapa, der 18-Jährige flankte den Ball vor der Tor-Auslinie zurück in die Mitte, wo Benjamin Lauth das Leder aus fünf Metern im Tor versenkte (17.). Doch zuvor schon hatte Schiedsrichter-Assistent Stefan Lupp die Fahne gehoben. Seiner Ansicht nach sei der Ball im Tor-Aus gewesen, was die Fernsehbilder aber klar widerlegten. Doch Schiedsrichter Knut Kircher folgte seinem Linienrichter, verweigerte den Weiß-Blauen den regulären Treffer. In der Folge gewannen die Gäste vom Betzenberg langsam die Oberhand. Nach einem Stellungsfehler von Torben Hoffmann sprintete Erik Jendrisek auf Keeper Kiraly zu, der ihm den Ball im letzten Moment am Elfmeterpunkt vom Fuß grätschte. Das Leder kam zu Sidney Sam, der zog sofort aus dem Rückraum ab, doch Kiraly hatte sich bereits wieder aufgerappelt, faustet den Ball mit einem Hechtsprung zur Seite weg (24.). Acht Minuten später war auch der Ungar im Löwen-Tor machtlos. Sam passte den Ball in der Mitte der Sechzger-Hälfte zu Alexander Bugera auf die rechte Seite, der spielte zurück zu dem durchgelaufenen Sam, der von Sascha Rösler nicht verfolgt wurde. Der 21-jährige Lauterer spielte am linken Torraumeck zurück in den Rücken der Abwehr auf Jendrisek, der noch ein paar Meter lief und aus sechs Metern den Ball mit der Spitze ins rechte obere Eck zum 1:0 für die Gäste bugsierte (32.). Noch einmal hatte der agile Angreifer der Pfälzer vor dem Pausenpfiff eine gute Chance, als er auf der linken Strafraumseite ein Sam-Zuspiel volley aus der Drehung nahm, sein Schuss aus 13 Metern kam zwar genau auf Kiraly, doch die Wucht des Schusses war so groß, dass der Keeper den Ball nur mit der Schulter zur Ecke abwehren konnte (39.).
Auch nach der Pause besaßen die Pfälzer die erste gute Möglichkeit. In der 49. Minute herrschte helle Aufregung im Löwen-Strafraum. Erst kam Florian Dick halbrechts aus acht Metern zum Schuss, doch der Ball konnte zunächst von der 1860-Abwehr geblockt werden. Dann segelte das Leder zentral in die Mitte, Amedick verlängerte am Elfmeterpunkt mit dem Kopf den Ball auf die rechte Seite, wo Jendrisek in abseitsverdächtiger Position zum Schuss aus sieben Metern kam, aber der Winkel war zu spitz, so dass Torhüter Kiraly die Szene klären konnte. In der 61. Minute wäre auch der Löwen-Keeper machtlos gewesen. Nach einem Eckball von der rechten Seite, den Bugera mit links hoch an den zweiten Pfosten flankte, kam der hoch aufgeschossene Amedick zum Kopfball, aber Aleksandar Ignjovski vereitelte den Treffer auf der Linie mit dem Kopf. Die Weiß-Blauen zeigten sich in der letzten halben Stunde bemüht, wechselten mit Charilaos Pappas, Emanuel Biancucchi und Kenny Cooper noch drei frische Offensivkräfte ein, klare Möglichkeiten blieben aber gegen die gut verteidigenden Pfälzer Mangelware. Einzig in der 77. Minute. Ignjovski hatte fast von der rechten Außenlinie aus dem Halbfeld eine Flanke an den Elfmeterpunkt geschlagen, Lauth kam in Bedrängnis zum Kopfball, setzte das Leder aber knapp über den Querbalken. Dieses war und blieb die einzige echte Torchance der Löwen in der 2. Halbzeit.
Stenogramm zum Spiel
Das Spiel im Löwen TV (kostenpflichtig)