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12. Spieltag - 8. November 2009
Energie Cottbus 1 : 0 1860 München
 
08.11.2009 | 16:00 Uhr

Elfmeter bringt Löwen ins Hintertreffen

Mate Ghvinianidze im Zweikampf mit Energie-Stürmer Emil Jula.
Ein Elfmeter in der 60. Minute für Energie Cottbus machte die Hoffnungen der Löwen auf mindestens einen Punkt in der Lausitz zunichte. Radhouène Felhi und Emil Jula bekämpften sich beide im Strafraum mit unsauberen Mitteln, Schiedsrichter Patrick Ittrich ließ weiterlaufen, am Ende riss der Sechzger-Spieler den Rumänen um, was der Unparteiische mit einem Strafstoß-Pfiff ahndete. Den Elfmeter verwandelte Sergui Radu sicher zum 1:0 (62.).

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Ewald Lienen auf Daniel Bierofka (Reha nach Bandscheiben-OP), Alexander Ludwig (Adduktorenprobleme), Florin Lovin (Kreuzbandriss), Manuel Schäffler (Bänderriss) und Ardijan Djokaj (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Florian Jungwirth, Tarik Camdal und Kushtrim Lushtaku spielten am Freitagabend beim 2:2 der Löwen-Reserve gegen Eintracht Frankfurt II.

Spielverlauf: Beide Teams standen in dieser Partie mit dem Rücken zur Wand. Und so entwickelte sich in der ersten Hälfte eine intensive, aber immer fair geführte Partie. Das Spiel lebte weniger von Torraumszenen, als vielmehr vom unbändigen Kampfeswillen, Herz und Leidenschaft. Die erste Chance besaßen die Cottbuser. Alexander Bittroff hatte von links hoch vors Tor geflankt, Emil Jula kam bedrängt durch Radhouène Felhi aus sieben Metern zum Kopfball, aber der Stürmer brachte kein Druck hinter das Leder, so dass Löwen-Keeper Gabor Kiraly locker abfangen konnte. (12.). In der 19. Minute sorgte ein Standard erstmals für Gefahr vorm Energie-Tor, doch Benjamin Schwarz zirkelte den 19-Meter-Freistoß vom rechten Strafraumeck mit links knapp über den Querbalken. Aufregung auf der Gegenseite nach knapp einer halben Stunde. Nach einem Zweikampf im Löwen-Strafraum fiel Marco  Kurth gegen Mate Ghvinianidze theatralisch, forderte auch sofort einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Patrick Ittrich entschied auf Schwalbe des Cottbuser Spielers (30.). Wenig später hatten die Löwen Glück, als nach einer Rechtsflanke Jula per Kopf zurück auf Sergui Radu ablegte, der nahm den Ball seines rumänischen Landsmanns direkt an der Strafraumgrenze, doch Felhi warf sich in den Schuss, blockte das Leder ab (36.). Einmal kam Sechzig noch vor der Pause gefährlich vors Cottbuser Tor. Stefan Aigner hatte sich dabei gegen drei Energie-Spieler durchgesetzt, flankte vom rechten Strafraumeck an den zweiten Pfosten, José Holebas war in Position gelaufen, streifte aber den Ball nur mit dem Kopf, sodass das Leder knapp am linken Pfosten vorbei im Tor-Aus landete (41.).

Nach der Pause zunächst das gleiche Bild: Wenig Torraumszenen auf beiden Seiten. In der 47. kam Holebas auf halblinks in der Energie-Hälfte ans Leder, legte auf links zu Benjamin Schwarz ab, der flankte fast von der Grundlinie in den rechten Rückraum, wo Antonio Rukavina den Ball aus 16 Metern direkt nahm, doch sein Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Mit der ersten gefährlichen Strafraumszene im zweiten Durchgang entschieden die Cottbuser die Partie. Jula wollte im Strafraum auf der linken Seite an der Tor-Auslinie an Innenverteidiger Felhi vorbeiziehen, der Tunesier schnitt ihm den Weg ab, beide versuchten sich im Zweikampf mit den Händen zunächst einen Vorteil zu verschaffen, was dem Rumänen gelang. Doch dann riss ihn Felhi von hinten um, Schiedsrichter Ittrich entschied sofort auf Elfmeter (60.). Radu lief an, verlud Keeper Kiraly und hämmerte das Leder ins freie rechte Eck zum 1:0 (62.). Mit diesem Rückstand im Rücken ging bei den Löwen nicht mehr allzu viel zusammen, wenngleich sie bis zum Schluss zumindest um den Ausgleich bemüht waren. Aber die frei werdenden Räume nutzten Cottbuser zum Kontern. In der 70. entwischte Jula der Löwen-Abwehr, von der linken Grundlinie passte er anschließend zurück auf Radu, aber zu ungenau, wodurch die Sechzger klären konnten. Nach einem erneuten Konter war es der eingewechselte Stiven Rivic, der zu Jula im Strafraum auf links ablegte, der schoss von der linken Torraumseite aufs lange Eck, verpasste das Tor aber nur um Millimeter (76.). Zwei Minuten später die nächste Großchance für die Gastgeber. Ein Schuss von Radu aus 17 Metern aus halblinker Position fälschte sein Mitspieler Rivic genau in die Mitte ab, wo Jula aus 14 Metern frei zum Schuss kam, doch Kiraly konnte parieren (78.). Wiederum zwei Minuten später zielte Jula von der Strafraumgrenze knapp übers Löwen-Tor (80.). Nur noch einmal wurde es richtig brenzlig im Cottbuser Strafraum. Der eingewechselte Kenny Cooper kam auf der linken Strafraumseite zum Flanken, Igor Mitreski wehrte den Ball beim Versuch, den Schuss zu blocken, mit der Hand ab, doch der Unparteiische ließ weiterlaufen (88.). So kassierten die Löwen im sechsten Auswärtsspiel bereits die fünfte Niederlage bei einem Remis.
 
Stenogramm zum Spiel
Das Spiel im Löwen TV (kostenpflichtig)
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