Die Löwen feierten gegen Hansa Rostock beim 3:0 ihren höchsten Saisonsieg. Benny Lauth, der seit dem 9. Spieltag nicht mehr getroffen hatte, brachte die Weiß-Blauen in Führung (34.). Charilaos Pappas leistete die Vorarbeit zum 2:0, das letztlich Rostocks Verteidiger Kevin Schöneberg vollendete (60.). Den Schlusspunkt setzte Stefan Aigner (78.).Personal: Verletzungsbedingt fehlten Torben Hoffmann (Rückenprobleme), Daniel Bierofka (Aufbautraining), Florin Lovin (Reha nach Kreuzbandriss) und Kenny Cooper (Reha nach Innenbandanriss), während Radhouène Felhi noch nicht vom Afrika-Cup in Angola zurück war und Sascha Rösler aufgrund seiner 5. Gelben Karte nicht spielen durfte.
Spielverlauf: Die Löwen kamen nur sehr schwer ins Spiel. Hansa, das ohne etatmäßigen Stürmer in München angetreten war, machte die Räume eng. Statt Fußball zu spielen, versuchte es die Löwen-Elf immer wieder mit hohen, weiten Bällen, die sichere Beute der Rostocker wurden. Die besaßen in der 9. Minute die erste gute Chance des Spiels. Kevin Schlitte hatte von der linken Seite mit rechts vors Tor geflankt, Fin Bartels kam am Torraum unbedrängt zum Kopfball, konnte aber das Leder nicht mehr aufs Tor drücken. Vier Minuten später die erste gefährliche Szene für die Löwen. Peniel Mlapa hatte sich rechts im Strafraum gegen zwei Rostocker durchgesetzt, legte von der Grundlinie zurück auf Benjamin Lauth, dessen Sieben-Meter-Schuss aufs kurze Eck noch von einem Rostocker zur Ecke abgefälscht wurde (13.). Die nächste Chance ergab sich nach einem Konter. Charilaos Pappas hatte auf Lauth durchgesteckt, doch Hansa-Keeper Alexander Walke stürmte ihm entgegen, klärte vor dem Löwen-Stürmer an der Strafraumgrenze mit einer Grätsche (19.). Eine Viertelstunde später war er jedoch im Duell mit dem 1860-Kapitän machtlos. Einen hohen Ball der Rostocker wehrte Mathieu Beda an der Mittellinie mit dem Kopf ab, Aigner verlängerte mit etwas Glück das Leder auf Lauth, der zog unwiderstehlich mit dem Ball davon, zog von der der Strafraumlinie aus halblinker Position ab und traf zum 1:0 (34.). Dieser Treffer wirkte wie eine Befreiung. Danach gelangen den Löwen auch Kombinationen über mehrere Stationen. In der 39. Minute war es Antonio Rukavina, der Peniel Mlapa an der rechten Strafraumseite anspielte. Der 18-Jährige passte mit der Hacke elegant nach innen, wo der durchgestartete Aigner an den Ball kam, aber aus zehn Metern aus spitzem Winkel links am Pfosten vorbeischoss. Kurz vor der Pause hatten die Löwen nochmals einen Blackout - bis auf Innenverteidiger Beda. Die 1860-Hintermannschaft hatte auf Abseits gespielt, doch Schiedsrichter Florian Meyer machte keine Anzeichen, zu pfeifen. Fin Bartels steuerte alleine auf Gabor Kiraly zu, wartete aber zu lange mit dem Abschluss, so dass Beda den Ball noch abgrätschen konnte. Zwar forderten die Rostocker Elfmeter, doch Meyer stand gut, ließ zurecht weiterspielen. So nahmen die Sechziger die Führung mit in die Kabine.
Auch im zweiten Durchgang drückte zunächst Rostock, kam aber in dieser Phase nur zu einer guten Chance. Schlitte hatte von rechts geflankt, Tobias Jänicke setzte am Torraum zum Flugkopfball an, verpasste aber knapp das Leder (47.). Nach zehn Minuten wurden die Löwen stärker, erzielten dann in der 60. Minute das 2:0. Pappas hatte sich den Ball vorm Rostocker Tor erkämpft, passte vom rechten Torraumeck scharf in die Mitte, Hansa-Verteidiger Kevin Schöneberg versuchte mit einer Grätsche zu klären, drückte dabei den Ball über die eigene Torlinie. Nur noch einmal gerieten die Weiß-Blauen in Gefahr, als in der 68. Minute der eingewechselte Andreas Dahlén an der Strafraumgrenze frei zum Schuss kam und Kiraly weit vor seinem Kasten stand. Doch der Defensivspieler zielte links am Löwen-Tor vorbei. Die endgültige Entscheidung gelang den Sechzigern zehn Minuten später nach einer herrlichen Kombination. Mlapa hatte den Ball auf die linke Außenbahn zu Aleksandar Ignjovski gespielt, der überlupfte die Verteidigung, José Holebas war gestartet, lief fast bis zur Grundlinie, seinen Querpass brauchte Aigner am zweiten Pfosten nur noch über die Linie zum 3:0 einzudrücken (78.). Damit war der höchste Saisonsieg der Löwen perfekt, die außerdem seit sieben Spielen ungeschlagen sind.
Stenogramm zum Spiel
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