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3. Spieltag - 24. August 2009
1860 München 1 : 3 Karlsruher SC
 
24.08.2009 | 22:30 Uhr

Löwen vergebenFührung und Elfmeter

Kenny Cooper erzielte wie gegen Koblenz die 1:0-Führung für die Löwen.
Hätte, wenn und aber: Der Spielverlauf begünstigte zunächst die Löwen. Erst erzielte Kenny Cooper die Führung (18.), aber bereits eine Minute später glich Christian Timm aus. Dann gab es kurz vor der Pause einen Elfmeter, den Benjamin Lauth verschoss (41.). Nach dem Seitenwechsel traf Gaetan Krebs nach einem Konter zum 1:2 (59.). Den K.O.-Stoss versetzte Sebastian Langkamp den Löwen nach einem Freistoß (72.).

Personal: Trainer Ewald Lienen hatte die Qual der Wahl. Bis auf Daniel Bierofka (Reha nach Bandscheiben-OP) standen ihm alle Spieler zur Verfügung. Trotzdem entschied er sich für die gleiche Startelf wie in Rostock - mit einer Ausnahme: Aleksandar Ignjovski rückte für den nach Leverkusen abgewanderten Lars Bender ins Team.

Spielverlauf: Das Spiel kam nur langsam auf Touren, weil sich beide Teams bereits im Mittelfeld aggressiv bekämpften. Karlsruhe versuchte es immer wieder mit schnellen Bällen in die Spitze, wobei Anton Fink und Christian Timm zunächst gut bei Mate Ghvinianidze und Radhouene Fehli aufgehoben waren. Die 1:0-Führung fiel dann nach einer schönen Einzelaktion von Kenny Cooper. Sandro Kaiser hatte kurz hinter der Mittellinie den Ball erobert, passte zu Aleksandar Ignjovski, der quer auf Cooper legte. Der US-Amerikaner sah keine Anspielstation, ließ daraufhin zwei Karlsruher Abwehrspieler aussteigen und traf mit einem trockenen Rechtsschuss aus 20 Metern ins linke untere Eck (18.). Stadionsprecher Stefan Schneider hatte noch nicht die Ansage des Tores beendet, da lag der Ball auf der anderen Seite im Netz. Vom Anstoß weg passte Gaetan Krebs steil auf Fink in der Mitte, der Ex-Löwe legte sofort auf den links mitgelaufenen Timm ab, der den Ball an 1860-Keeper Gabor Kiraly vorbei ins lange Eck zum 1:1 lupfte (19.). Die Löwen wirkten ob dieses schnellen Ausgleichs zunächst etwas konstatiert. Dann verlor auch noch Florin Lovin im Spielaufbau das Leder, Fink spielt steil auf Timm, dessen Schuss aus 13 Meter aus halbrechter Position aber Kiraly parieren konnte (34.). In der 40. Minute riss KSC-Innenverteidiger Dino Drpic auf der linken Strafraumseite Benjamin Lauth um, Schiedsrichter Peter Gagelmann zögerte keinen Augenblick, entschied sofort auf Elfmeter (40.). Der Gefoulte lief an, versetzte Torwart Jean-Francois Kornetzky, hämmerte aber das Leder an die Unterkante der Latte, von wo es wieder ins Feld zurücksprang (41.). Damit blieb es beim 1:1 zur Pause in einer temporeichen Partie mit wenigen klaren Torchancen.

Direkt nach Wiederanpfiff drängten die Löwen aufs 2:1. Cooper flankte von der linken Seite, Kaiser verlängerte per Kopf an den zweiten Pfosten, wo Lauth zum Kopfball aus acht Metern kam, aber nicht genug Druck hinter das Leder brachte und drei Meter rechts vorbeiköpfte (48.). In die Drangphase der Sechzger hinein erzielten die Badener das 2:1. Sebastian Langkamp hatte von der rechten Mittelfeldseite steil auf Geatan Krebs gespielt, Felhi war bereits in der Vorwärtsbewegung, kam ihm nicht mehr hinterher. Der Franzose lief alleine auf Kiraly zu, schob den Ball aus 16 Metern überlegt ins linke Eck (59.). Bitter die Szene in der 68. Minute. Kaiser hatte sich im Strafraum durchgesetzt, wurde fast an der Grundlinie gefoult, aber anstatt erneut auf den Punkt zu zeigen, entschied der schwache Schiedsrichter Peter Gagelmann auf Schwalbe, zeigte dem 20-Jährigen Gelb. Wenig später der endgültige K.O. für die Löwen. Einen Freistoß fast von der rechten Außenlinie flankte Lars Stindl an den Torraum, Sebastian Langkamp lief als einziger dem Ball entgegen, brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten, um aus fünf Metern am bedauernswerten Kiraly vorbei zum 3:1 ins rechte Eck zu treffen. In der Schlussphase sah es eher danach aus, als ob die Karlsruher noch einen Treffer erzielen könnten. Die größte Chance besaß der eingewechselte Macauley Chrisantus in der 82. Minute, jedoch zögerte der Nigerianer im Löwen-Strafraum zu lange mit dem Abschluss. Insgesamt war es ein verdienter Sieg für die Badener, weil sie eiskalt die Schwächen der Weiß-Blauen zu Toren nutzten, die im Mittelfeld nie die schnellen Kombinationen der Karlsruher in die Spitze unterbinden konnten.
 
Stimmen zum Spiel gegen Karlsruhe
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