SECHZIGMÜNCHEN.
 

Aufbruchsstimmung, Kontinuität & Insolvenzvermeidung.

Mittendrin statt nur dabei: Daniel Bierofka mit seinen Jungs beim ersten Training. 

Es war zuletzt ruhig um die Löwen. Doch hinter den Kulissen wurde mit Hochdruck gearbeitet. So konnten der neue Cheftrainer Daniel Bierofka und Geschäftsführer Markus Fauser zum Trainingsauftakt einen „wettbewerbsfähigen Kader“ für die Regionalliga Bayern präsentieren.

Zwischen dem Amtsantritt von Markus Fauser als temporärer Geschäftsführer des TSV 1860 München und dem Trainingsauftakt der ersten Mannschaft lag genau eine Woche. Nun stellte sich der 39-Jährige erstmals wieder der Öffentlichkeit, sprach über den aktuellen Stand. Das erste Ziel, eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu präsentieren, sei gelungen. In den nächsten beiden Wochen wolle er die Anträge für die Regionalliga Bayern einreichen.

Die wirtschaftliche Prüfung der KGaA sei dagegen noch nicht abgeschlossen. „Deswegen kann ich keine abschließende Beurteilung abgeben. Aber ich bin guter Dinge, dass wir den Betrieb weiterführen können“, so das Zwischenfazit des Schwaben. Fauser verdeutlichte nochmals, dass die Insolvenzvermeidung, „die Sanierung und Fortführung der KGaA im Mittelpunkt meiner Arbeit steht“.

Fauser ist es daran gelegen, ein wirtschaftliches Konzept für die nächsten zwei Jahre zu erstellen, das den nötigen Finanzbedarf und das Budget für diesen Zeitraum enthält. „Wir sind in engem Austausch mit unseren Gesellschaftern und Sponsoren. Auf deren Gelder und Drittmittel sind wir bei den Planungen angewiesen“, sagt er. „Die Regionalität stellen wir dabei in den Vordergrund.“

Das Grünwalder Stadion wird als Heimspielort präferiert. „Die Allianz Arena macht in der Regionalliga keinen Sinn“, so Fauser. In den nächsten Tagen wird sich der Geschäftsführer deshalb mit den Verantwortlichen des FC Bayern und mit der Stadt treffen.

Fauser sprach von einer „super Zusammenarbeit. Alle hier sind hochmotiviert. Wir treffen die Entscheidungen gemeinsam, freuen uns jetzt darauf, dass es wieder losgeht.“ Er wünsche sich Stabilität und Ruhe im Umfeld, „damit die Mannschaft eine gute Saison spielen kann“.

Für Kontinuität steht auch der neue Cheftrainer Daniel Bierofka. Brutal sei der Abstieg gegen Regensburg gewesen, noch brutaler die Nichtlizensierung für die 3. Liga. „Ich habe mich am Tag danach gleich in die Arbeit gestürzt“, erzählt er über seine Art von Frustbewältigung.

Mit Wolfgang Schellenberg, dem Leiter des 1860-Nachwuchsleistungszentrums, und Löwen-Justiziar Patrick Schwarz setzte er sich zusammen: „Wir sind durchgegangen, welcher Spieler überhaupt noch einen gültigen Vertrag hat.“ Schnell habe sich ein Kader mit Perspektive für die Regionalliga herauskristallisiert. „Als ich gesehen habe, wer mit dabei ist, war meine Motivation sofort wieder da.“

Es sei aber eine andere Herausforderung für die Regionalliga-Mannschaft als im letzten Jahr. „Die öffentliche Aufmerksamkeit und der Druck ist ein anderer. Deswegen brauchen wir noch drei, vier erfahrene Spieler, die uns dabei helfen können.“ Timo Gebhart, 2006 mit den 1860-B-Junioren Deutscher Meister, könnte solch einer sein. „Wir sind in sehr guten Gesprächen“, sagt Bierofka. Aber auch Marin Pongracic und Felix Uduokhai, die noch eine Woche Sonderurlaub haben, sind nicht abgeschrieben. „Beide haben gültige Verträge bei uns.“

Besonders freut sich der 38-Jährige, dass sein letztjähriger U21-Kapitän Felix Weber an Bord bleibt. „Auch ihn zähle ich zu den erfahrenen Spielern, auch wenn er erst 22 Jahre ist. Aber Felix hat bestimmt schon 100 Regionalligaspiele auf dem Buckel.“

Gerade der Ohlstädter, seit 2004 bei den Löwen, verkörpert das, was Bierofka fordert: „Disziplin, Fitness, Persönlichkeit sowie absolute Identifikation mit dem Verein. Das sind die Werte, für die wir stehen wollen.“ Für die Jungs sei es ein großer Schritt vom Ausbildungsteam hin zur ersten Mannschaft. „Ich hoffe auf das Fingerspitzengefühl von Fans und Medien. Ich will, dass die Mannschaft mit Leidenschaft, Herz und Biss Fußball spielt. Das ist, was alle sehen wollen.“

Der Ex-Profi hat so etwas wie eine Aufbruchsstimmung ausgemacht. „Die Fans merken, dass hier etwas entsteht.“ Und dann erzählte Bierofka vom vergangenen Samstag, als er mit seiner Familie im Hirschgarten weilte. Schnell wurde das über das Internet publiziert. „Plötzlich saßen dort über 100 Fans im Löwen-Trikot“, konnte er seinen Augen kaum trauen.

Persönlich stellt Bierofka seine Ambitionen erst einmal hinten an. Die Ausbildung zum Fußball-Lehrer steht nicht mehr ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Für die Regionalliga reicht ihm der A-Schein, den er seit letztem Jahr besitzt. Mit einem verschmitzten Grinsen erzählt er: „Und wen ich als Trainer mit dem Team aufsteige, dann muss mich der DFB für die 3. Liga zulassen. So sind die Regularien!“

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